Interregionaler Gewerkschaftsrat Elbe-Neiße
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Pendlerprojekt

Pendeln zwischen den Grenzregionen von Sachsen und Nordböhmen sowie von Sachsen und Niederschlesien: eine Herausforderung und Chance für die Grenzregionen und die Sozialpartner

Projektpartner: DGB Bezirk Sachsen, Deutschland
ČMKOS RROS Ústí nad Labem, Tschechien
NSZZ Solidarność, Region Jelenia Góra, Polen
IGR ELAN e.V., Deutschland
Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der Europauniversität
Viadrina, Deutschland

Kontakt: DGB Bezirk Sachsen
Anna Bernstorf
Schützenplatz 14
01067 Dresden
Tel.: + 49 (351) 86 33 - 144

Projektlaufzeit: 01.11.2004 - 31.05.2005

Projektziel: Mit dem Projekt sollen die Kompetenzen der Sozialpartner in den Grenzräumen Sachsens, Nordböhmens und Niederschlesiens hinsichtlich des Themenfeldes „Pendeln in Grenzräumen“ gestärkt und erweitert werden, um möglichen Herausforderungen konstruktiv begegnen und sich bietende Chancen nutzen zu können.

Kurzbeschreibung: Ausgangspunkt des Projekts ist, dass mit dem stärkeren Zusammenwachsen des deutsch-tschechisch-polnischen Grenzraums nach der Integration Tschechiens und Polens in die Europäische Union auch die Austauschbeziehungen zwischen den Teilräumen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen intensiviert werden.

Dieser Prozess wird in allen drei benachbarten Regionen mit Befürchtungen und Hoffnungen verbunden. Eine Befürchtung sowohl auf sächsischer als auch auf tschechischer und polnischer Seite sind negative Auswirkungen durch ein potenzielles Anwachsen von Pendlerbewegungen über die Grenzen hinweg. Während in Deutschland die Gefahr der Absenkung des Lohnniveaus und des Abbaus von Sozialstandards im Vordergrund steht, wird in Tschechien und Polen das Ansteigen der Lebenshaltungskosten und der Verlust von Hochqualifizierten und FacharbeiterInnen befürchtet. Das Projekt setzt an diesen Befürchtungen an und leistet einen Beitrag, diese trilateral zu analysieren und zu erörtern um die Sozialpartner für ein gemeinsames grenzüberschreitendes Handeln zu motivieren und zu befähigen.

Das Projekt richtet sich in erster Linie an Multiplikatoren der Gewerkschaften, aber auch an Arbeitgeberverbände und regionale Entscheidungsträger im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien.

Die Beratung von Grenzpendlern über arbeitsrechtliche Fragen und die Arbeits- und Sozialstandards in den drei Ländern gehörte bis dato kaum zu den Tätigkeitsbereichen der regionalen Gewerkschaftsorganisationen. Das Projekt wird sowohl Informationen, als auch Beratungs- und Gestaltungskompetenzen vermitteln, welche die Akteure der Sozialpartner im Grenzraum dazu befähigen, die anstehenden Prozesse aktiv zu begleiten und zu gestalten.

Zur Vermittlung der Kompetenzen werden Qualifizierungsmaterialien erstellt, die sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen des grenzüberschreitenden Pendelns und die Arbeits- und Sozialstandards in den drei Ländern darstellen, als auch die derzeitigen Pendlerzahlen und die tatsächliche Arbeitssituation von Pendlern analysieren.

Zur Qualifizierung der Multiplikatoren werden je zwei deutsch-tschechische und deutsch-polnische Fachseminare durchgeführt. Daran anschließend werden die Ergebnisse im Rahmen von zwei trilateralen Foren mit Fachleuten aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Regionalplanung diskutiert und Handlungsoptionen für die Regionen entworfen.

Das Projekt wird im Rahmen des Sozialen Dialogs vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert.

Gewerkschaftsprojekte zur Förderung des sozialen Dialogs mit den Sozialpartnern aus den EU-Beitrittstaaten
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