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27 2017

Gewerkschaften veröffentlichen Informationen für Grenzgänger aus Polen und Tschechien

Die Gewerkschaften im Dreiländereck Sachsen-Nordböhmen-Niederschlesien haben aktuelle Informationen zum Arbeitsrecht und zur sozialen Sicherheit in deutscher, tschechischer und polnischer Sprache veröffentlich. Kurz und Konkret informieren die Broschüren zu A wie Arbeitsvertrag über M wie Mindestlohn bis Z wie Zuzahlungen.

„Häufig stellen wir fest, dass Informationsdefizite zu geltenden Arbeits- und Sozialstandards am Arbeitsort bestehen. Uns werden Fälle bekannt, dass Grenzgänger schlechter bezahlt, Arbeitszeiten nicht eingehalten oder unzulässige Kündigungen bei Krankheit oder im Mutterschutz ausgesprochen werden. Das nehmen wir nicht hin und informieren die Beschäftigten in ihren Herkunftssprachen über ihre Rechte und Pflichten in Deutschland. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern“, sagte der stellv. Vorsitzende des DGB Bezirk Sachsen, Markus Schlimbach.

In Sachsen suchen zunehmend Menschen aus Polen und Tschechien Arbeit. Zum 30.06.2016 waren aus Tschechien 6.256 und aus Polen 11.300 Personen in Sachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Darunter knapp 9.987 Grenzgänger, die in Sachsen arbeiten und in Polen (5.266) oder Tschechien (4.721) wohnen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der SV-Beschäftigten aus den beiden Ländern deutlich um 4.442 Personen und die Zahl der Grenzgänger um 2.963 gestiegen.

Die Broschüren stehen digital unter http://www.sachsen.dgb.de zur Verfügung und können bei anna.bernstorf@dgb.de in gedruckter Form bestellt werden. Die Inhalte sind auf der Seite http://www.eures-triregio.eu in Form eines Onlinemoduls eingestellt.

Download der digitalen Fassungen

Hintergrund:
Die Gewerkschaften aus Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien arbeiten seit 1993 im Interregionalen Gewerkschaftsrat Elbe-Neiße zusammen. Gemeinsam mit den Arbeitsverwaltungen und Arbeitgebern aus den drei Ländern setzen sich die Gewerkschaften in der Arbeitsmarktpartnerschaft EURES-TriRegio für die Integration der Arbeitsmärkte unter fairen Bedingungen im Grenzraum Deutschland, Tschechien, Polen ein.

Diese Veröffentlichung wurde mit Finanzmitteln des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation „EaSI“ (2014-2020) unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter http://ec.europa.eu/social/easi. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen geben nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Kommission wieder.

Schlagwörter für diesen Eintrag:  IGR  |  Mobilität  |  EURES-TriRegio



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